Daten und Fakten – Westerhever Geografie und Verkehr Westerhever liegt an der nordwestlichen Spitze der Halbinsel Eiderstedt. Der Leuchtturm Westerheversand ist das Wahrzeichen des Ortes und der ganzen Halbinsel Eiderstedt und von geschützten Salzwiesen umgeben. Die Salzwiesen mit dem Leuchtturm und der vorgelagerte Hochsand Westerheversand mit seinem Badestrand ziehen jedes Jahr etwa 80.000 Besucher an. Geschichte Westerhever war früher eine Insel. Sie wurde im 12. Jahrhundert besiedelt. Die ersten Menschen errichteten große Dorfwarften wie Sieversbüll, Leikenhusen oder Stufhusen und schützen das Wirtschaftsland der Insel mit einem Ringdeich. Bei der großen „Mandränke“ (Sturmflut) von 1362 wurde die erste Kirche von 1123 zerstört. Die heutige Backsteinkirche St. Stephanus), bestehend aus dem gegenüber früher stark verkleinerten Schiff aus dem Jahr 1804 und dem 1370 erbauten gotischen Turm, bildet zusammen mit der Gaststätte Kirchspielkrug das alleinige Dorfzentrum. In der Nähe des Dorfzentrums liegt die Wogemannsburg, eine Warft, auf der zwischen 1362 und 1370 die sogenannten Wogemänner lebten. Diese betrieben Piraterie, plünderten aber auch die umgebenden Ortschaften. Die Wogemänner wurden 1370 vom Staller Owe Hering und den Bewohnern der Umgebung bezwungen. Die Burg wurde zerstört und deren Steine zur Verstärkung der Kirche und dem Bau des Kirchturmes genutzt. In Westerhever sind noch viele Haubarge erhalten. Auf einem dieser Haubarge, dem Siekhof, kam 1860 Jacob Alberts, der sogenannte Maler der Halligen, zur Welt. Seine letzte Ruhe fand er auf dem Friedhof von Westerhever.
Salzwiesen Die Salzwiesen zwischen Sandbank und Seedeich sind mittlerweile 246 Hektar groß und haben sich in den letzten Jahren weiter ausgedehnt. Die erste Vermessung eines drei Hektar großen Gebiets stammt von 1887. Nach der Durchdämmung eines deichparallelen Priels im selben Jahr wuchsen die Wiesen bis 1901 auf 90 Hektar. 1903 kam ein befahrbarer Damm hinzu ebenso wie Grüppen zur Entwässerung, 1930 dann auch Lahnungen zur Landgewinnung. War das Land ursprünglich intensiv beweidet, änderte sich die Lage durch den Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer. Seit 1991 sind drei Viertel der Fläche von der Nutzung ausgenommen. Seitdem hat sich die Zahl der Vegetationstypen von sieben auf 16 erhöht. Insbesondere nahmen seitdem Queller und Strandsoden-Fluren zu, die mittlerweile fast ein Viertel der Fläche ausmachen. Basisdaten | Wappen: | kein Wappen | | Koordinaten: | 54° 23′ N, 8° 40′ O | | Bundesland: | Schleswig-Holstein | | Kreis | Nordfriesland | | Amt: | Eiderstedt | | Höhe: | 0 m ü. NN | | Fläche: | 13,21 km² | | Einwohner: | 129 (31. Dez. 2008) | | Bevölkerungsdichte: | 10 Einwohner je km² | | Postleitzahl | 25881 | | Vorwahl: | 04865 | | Adresse der Amtsverwaltung: | Welter Str. 1, 25836 Garding |
|